Robotik-Blog
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Interview mit Noel Sharkey
von Arne am 03.02.2010 um 17:30 Uhr
Noel Sharkey hat silicon.com ein Interview zum Thema Robotik gegeben. In dem Interview kommen unterschiedliche Aspekte der Robotik zur Sprache. Natürlich die Ethik, für die sich Noel Sharkey schon länger besonders stark macht, aber auch Allgemeines zum Stand der Forschung und zur Verbeitung von Robotern. Außerdem zu ASIMO, Asimov und Science-Fiction.
Eine gute Gelegenheit jemanden locker über Robotik plaudern zu hören, der sich intensiv damit beschäftigt. Das Interview ist auf englisch und dauert gute zehn Minuten.
Interview mit Noel SharkeyGefunden via BotJunkie.
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Zufallsfund: Papier-Roboter zum Selberbauen
von Arne am 03.02.2010 um 12:00 Uhr
Gerade durch Zufall gefunden: die Websites eborg3.com und paperrobots1999.com. Die Websites bieten zig Bastel-Anleitungen für Papierroboter kostenlos zum Herunterladen und selbst Ausdrucken.
Papier-Roboter zum AusdruckenVielleicht etwas für die verregnete und verscheite Zeit dieser Tage.
Selbstbau-Papier-Roboter gefunden via Hamburger Liebe.
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Mars-Rover Spirit muss den Winter überstehen
von Arne am 26.01.2010 um 21:37 Uhr
Der Mars-Rover Spirit bleibt wohl an seinem jetzigen Platz. Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA schreibt, dass man nur noch wenige Manöver im Kopf hat, um Spirit zu befreien. Man will sich daher nun darauf fokussieren, den Mars-Rover in eine Lage zu bringen, in der er den harten marsianischen Winter überstehen kann.
„Spirit is not dead; it has just entered another phase of its long life,“ said Doug McCuistion, director of the Mars Exploration Program at NASA Headquarters in Washington. „We told the world last year that attempts to set the beloved robot free may not be successful. It looks like Spirit's current location on Mars will be its final resting place.“
JPLMan wird noch einige Manöver ausprobieren, die man in den letzten Monaten in einer extra dafür konstruierten Sandkiste in NASAs Jet Propulsion Laboratory mit einem Doppelgänger von Spirit ersonnen und ausprobiert hatte. Da aber eines der Räder bereits über keinen Antrieb mehr verfügt, schwinden die Chancen, Spirit bis zum im Mai anbrechenden marsianischen Winter freizufahren.
Der Test-Sandkasten in KalifornienSo wie es aktuell aussieht, wird der Mars-Rover also bis zum Ende seiner Tage an dem Ort bleiben, an dem er sich im April 2009 festgefahren hatte. Die Untersuchungen sollen aber auch an diesem Ort weitergehen, wenn es der Rover durch Winter und Frühling schafft. Auch an Ort und Stelle können weitere Dinge untersucht werden. Schließlich weiß man schon jetzt mehr über die Rutschfestigkeit des Marsbodens als man es ohne diese Notlage jemals herausgefunden hätte. Der Rover wird wohl also in Zukunft unfreiwillig die erste Mars-Bodenstation werden.
Der Fokus liegt nun mehr und mehr darauf, den Rover in eine Lage zu bringen, die die Solarzellen in einen geeigneten Winkel stellt, damit er den Winter über genug Energie hält.
„Every bit of energy produced by Spirit's solar arrays will go into keeping the rover's critical electronics warm, either by having the electronics on or by turning on essential heaters.“
JPLSpirits Bruder/Schwester Opportunity übrigens ist weiterhin mobil und erkundet zur Zeit einen Krater auf dem Mars. Die beiden Rover sind seit dem Januar 2004 auf dem Mars und haben beide für sich alle Erwartungen weit übertroffen und mit ihren sechs Jahren Einsatz bereits jetzt das ursprünglich geplante Ziel, eine 90-tägige Mission, pulverisiert.
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Hondas Kurzfilm „Living with Robots“
von Arne am 25.01.2010 um 14:30 Uhr
Honda hat vor einigen Tagen einen wunderbaren Kurzfilm zur Robotik veröffentlicht: Living with Robots. Der Film ist natürlich primär ein Werbefilm für Honda. Er zeigt, was Honda in der Robotik unternimmt, was Honda sich davon verspricht und wie weit sie in einzelnen Bereichen sind. Er ist darüber hinaus aber einfach eine gut gemachte Mischung aus schönen Bildern von Hondas gegenwärtiger Robotik, Kommentaren von Honda-Entwicklern und Aussichten auf die Zukunft.
I think the world is a better place with robots. And we need more of them.
Natürlich spielt ASIMO eine primäre Rolle in dem Film, denn ASIMO ist das Paradestück von Honda und nach wie vor weltweit die Speerspitze der zweibeinigen Robotik.
Und hier ist das Video:
Honda – Living with Robotszu den Kommentaren
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Willow Garage veröffentlicht ROS 1.0
von Arne am 23.01.2010 um 15:39 Uhr
Willow Garage hat nach über zwei Jahren Entwicklung das erste Major-Release – ROS 1.0 – seines Open-Source-Betriebssystems für Roboter freigegeben.
Willow Garage, das Unternehmen, das zur Zeit auch für die Entwicklung von der quelloffenen Vision-Library OpenCV verantwortlich zeichnet, hat darüber hinaus auch eine Reihe von Libraries in der Version 1.0 freigegeben, die in Kombination mit ROS den Betrieb eines Roboters erlauben.
Dabei handelt es sich sowohl um Core-Libraries für das Eigenmodell des Roboters und allgemeine Visualisierung, als auch um Hardware-Treiber für Sensoren und Eingabe-Geräte, Tools für Navigation und SLAM und vieles mehr.
Hat schon jmd. Erfahrungen mit ROS gemacht? Lässt sich das einfach für Roboter nutzen? Ich überlege seit längerer Zeit, mal meinen RP6 damit zu betreiben, bin aber bislang nicht über die bloße Idee hinaus gelangt.
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Humanoider Roboter aus Dortmund klettert
von Arne am 20.01.2010 um 16:16 Uhr
Ein humanoider Roboter aus Dortmund hat das Klettern gelernt. Er klettert dabei nicht wie hier bereits vorgestellte Kletter-Roboter glatte Wände unterschiedlicher Materialien hoch. Er klettert stattdessen – wie es sich für einen anständigen Humanoiden gehört – sehr viel menschenähnlicher eine Kletterwand hoch.
Die Bewegung ist beeindruckend, man mag zu Beginn des Videos gar nicht glauben, dass der Roboter mit den Füßen wirklich die Griffe trifft, darauf stehen bleibt und sich abdrücken kann. Aber es funktioniert:
Klettern an der KletterwandDer Roboter namens Bioloid klettert an der mit Griffen ausgestatteten Kletterwand nicht etwa mit einem vordefinierten Pfad oder sogar vordefinierten Motorkommandos, sondern autonom. Den besten Pfad nach oben sucht er sich kamerabasiert selbst heraus, wenngleich die Kamera (noch) nicht am Roboter angebracht ist, sondern extern.
Die Programmierung des Roboters stammt von Marco Wickrath von der TU Dortmund in Zusammenarbeit mit der University of Manitoba in Kanada. Ich sehe mit Freude, dass ein Student meiner Heimat-Uni es mit seiner Demo bis in die internationale Robotik-Szene schafft.
Nebenan in der Video-Abteilung ist noch ein weiteres Video des Bioloid zu sehen, das die Geschwindigkeit und Zielgenauigkeit demonstriert, mit der der Roboter die Griffe auswählt.
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[Linkdump] Roboter als Blumenmädchen, Zahnarzt und Segelboot
von Arne am 19.01.2010 um 16:20 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage. Ein Roboter als Blumenmädchen, ein Roboter als Zahnarzt, autonomes Segeln, ein virtueller Hörsaal und mehr. Darüber hinaus sind in den letzten Tagen wieder einige spannende Robotik-Videos dazugekommen.
Sex-Roboter
Stern.de über den angeblich ersten Sexroboter der Welt, der vor wenigen Tagen parallel zur CES auf der Erotikmesse Adult Entertainment Expo (AEE) vorgestellt wurde. „»Ich liebe es, deine Hand zu halten«, sagt der dunkelhaarige, in ein Negligé gekleidete Roboter, als seine Sensoren eine Berührung bei einer Präsentation an seiner Hand feststellten.“
Sex-Roboter für traute Gespräche
(Stern.de, AP, 13. Januar 2010)Hochzeits-Roboter
Gizmodo schreibt die Geschichte einer Schwester, Studentin in Stanford, auf, die der Braut, einem Roboter-Fan, zur Hochzeit ein Roboter-Blumenmädchen für die Zeremonie baut. „WeddingBot (or so I call it) was built for my sister, Allegra, since she didn't know any young children to act as flower child or ring bearer.“
Robot Flower Girl Looks Adorable In Pink (englisch)
(gizmodo, Joel Johnson, 13. Januar 2010)Zahnmedizin
Die Robotik wagt sich Stück für Stück auch in die Zahnmedizin vor. Forscher der Uni Ulm haben diesbezüglich großes vor, wie bei den VDI-Nachrichten geschrieben steht: „Automatisch setzt sich ein winziger Laserkopf in Bewegung und taucht die Zahnreihen in fluoreszierendes Licht. Verfärbungen markiert das System im µm-genauen 3D-Atlas des zerklüfteten Zahngebirges. Anhand der Koordinaten nähert sich ein zweiter Laserkopf und pickt Zahnstein und angegriffenen Zahnschmelz weg.“
Dentalroboter jagen Karius und Baktus
(VDI nachrichten, Stefan Asche, 15. Januar 2010)Atommüll
Der Atommüll des desaströsen Enlagers Asse soll nun mit frngesteuerten Robotern geborgen. Angeblich wären auch für menschliche Arbeiter die Strahlungs-Schwellwerte noch weit unterschritten und damit harmlos, aber „nach dem Öffnen der Kammern müssen wir gegebenenfalls eine Neubewertung vornehmen“. Nunja.
Roboter sollen Atommüll aus Asse holen
(Braunschweiger Zeitung, Michael Ahlers, 15. Januar 2010)Autonomes Segeln
Eigentlich wirken autonome Segelboote eher wie Spielerei oder maximal eine Technikdemo, ein Proof-of-Concept. Sogar Wettbewerbe für autonome Segler existieren. Das weltweit führende, österreichische Roboter-Segelboot ASV Roboat soll jetzt aber einen ernsthafteren Einsatz fahren, es soll Walpopulation im Pazifik beobachten.
Österreichisches Roboter-Segelboot wird Wale erforschen
(derStandard.at, 15. Januar 2010)Virtuelles Lernen
Das Seminar zu Künstlicher Intelligenz an der Uni Zürich findet in einem virtuellen Raum statt und ermöglicht es so 370 Studenten aus aller Welt, daran teilzunehmen. Die Zeit berichtet über die Vorlesung und kleinere Startschwierigkeiten. „»Ups!« Thierry Bücheler, wissenschaftlicher Assistent an der Uni Zürich, hat versehentlich [das Skelett] im Boden versenkt.“
Als Avatar im Seminar
(Zeit Online, Tin Fischer, 19. Januar 2010)Hinweise zu lesenswerten Artikeln nehme ich jederzeit gerne entgegen an botzeit@ohmpage.org.
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Future Combat System wird gekürzt
von Arne am 16.01.2010 um 13:27 Uhr
Statt Zukunft …Das US-Militär kürzt sein ambitioniertes Future Combat System zugunsten der immer länger und teurer werdenden Einsätze in Afghanistan und Irak. Die jüngsten Streichungen aus finanziellen Gründen betreffen den MULE und den FireScout.
MULE war ein autonomes Lastentier, dessen Vorfahr BigDog bereits für erhebliche Aufruhr und wirklich beeindruckende Videos gesorgt hat. Der FireScout war ein geplanter, autonomer Militär-Helicopter, der seine Kollegen in der Luft, die Militär-Drohnen, mit Sicherheit in Sachen Flexibilität und Wendigkeit abgehängt hätte.
So wenig in weiten Kreisen, so auch bei mir, Militärroboter beliebt sind, so schade ist es doch um die nun fehlenden Impulse für die Robotik, die erfahrungsgemäß von militärischen Projekten ausgehen. Unter anderem wegen der enormen finanziellen Möglichkeiten und Manpower, die hinter derlei militärischen Projekten stecken.
… nur noch ModernisierungFolgerichtig zu den jüngsten Zusammenstreichungen, die es ja auch vorher schon gab, heißt das vormalge Future Combat System jetzt nur noch Army Brigade Combat Team Modernization. Modernisierung statt Zukunft. Schade.
Die ursprünglichen ambitionierten Pläne, ein hochgradig vernetztes Team aus bemannten und unbemannten Fahr- und Flugzeugen zu Land, zu Wasser und in der Luft zu schaffen, hätte viele Herausforderungen für die Robotik bedeutet und wohl viele spannende Entwicklungen gebracht. Wieviel davon jetzt noch bei der geplanten Modernisierung des Militärs übrig bleibt, ist fraglich. Gerade weil mehr und mehr die finanziellen Möglichkeiten, naturgemäß eine der Stärken des Militärs, wegbrechen.
Via BotJunkie.
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