Automotive und autonomes Fahren
-
Robotik-Kalender für 2009 und 2010 aktualisiert
von Arne am 15.11.2009 um 16:52 Uhr
Hier auf botzeit.de findet man seit einiger Zeit einen Robotik-Kalender, der kommende Veranstaltungen (also Konferenzen, Messen, Wettbewerbe, etc. …) rund um die Robotik ausweist. Der Fokus der hier ausgewiesenen Veranstaltungen liegt auf den großen Konferenzen wie ICRA und IROS, sowie auf Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum.
In den letzten Tagen wurde der Kalender aktualisiert und weist bereits die wichtigsten Konferenzen im Jahr 2010, sowie außerdem noch zwei kommende Veranstaltungen diesen Jahres aus.
Robotik-Veranstaltungskalender bei botzeit.deDen Kalender kann man genau wie diesen Blog hier auch via RSS-Feed abonnieren, um über neu hinzugefügte Veranstaltungen auf dem Laufen gehalten zu werden. Wenn Interesse besteht, könnte ich mich auch darum bemühen, dass der Kalender im iCalendar-Format [1] heruntergeladen werden kann.
Die hier angegebenen Veranstaltungen sind nur eine Essenz hunderter, interessanter Veranstaltungen gemäß oben angebenem Fokus. Eine weit größere Auswahl von Veranstaltungen, bietet die Website WikiCFG. Dort können die Veranstaltungen nach Kategorien sortiert werden und werden regelmäßig von den Betreibern aktualisiert.
Nachtrag: Der Kalender kann ab jetzt im ics-Format heruntergeladen und in die eigene Kalender-Software importiert werden: robotik.ics. Die Datei ist jederzeit auf dem aktuellen Stand und synchron mit dem hier angezeigten Kalendar.
- 1
- Das iCalendar-Format ist ein offener Standard zum Austausch von Kalenderdaten, der von den meisten Kalenderprogrammen problemlos importiert werden kann.
-
Roboter-Rikscha-Tandem-Dingens
von Arne am 18.10.2009 um 20:03 Uhr
Die wohl coolste Art, sich fortzubewegen: Ein Tandem, auf dessen hinterem Sattel ein humanoider Roboter sitzt, der einem das mühsame Treten abnimmt. Gerade bei YouTube gefunden:
Roboter-TandemWenn man jetzt dem Roboter noch Gyroskope zur Lageregelung einbaut, so dass das Fahrrad nicht mehr umfällt und man selbst an der Ampel nicht mehr den Fuß auf den Boden setzen muss (wie das aussehen kann, sieht man hier am Anfang und Ende des Videos), ist das echt das lässigste Gefährt der Welt.
Das Fahrrad will ich auch haben. Supercool!
zu den Kommentaren
-
[Linkdump] 13. Oktober 2009
von Arne am 12.10.2009 um 17:58 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage:
Deutsches Ärzteblatt: Roboter behandelt Herzrhythmusstörungen − Die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg behandelt seit Kurzem Herzrhythmusstörungen mit einem robotergestützten System
FH Köln: Gefühlvolle Roboter zielen am Markt vorbei − Studie der Fachhochschule Köln
ATZ online: Überholassistent Proreta − Continental und TU Darmstadt zeigen Prototyp eines kamera- und radar-basierten Überholassistenten
ZDF heute: Panda-Roboter und Madonna-Automaten − Labor in Taiwan arbeitet am Nachbau von Tieren und Prominenten
CHIP: Roboter sind ein Sicherheits-Risiko − Studie warnt vor unsicher programmierten Robotern
derWesten: Roboter tastet sich durch Plantage − Autonome Hebe- und Arbeitsbühne für die Apfelpflücker
VDI nachrichten: Fliegende Augen, hüpfende Nasen, krabbelnde Ohren − Über Militärrobotik: Insektenähnliche Roboter und Visionen der Militärs
-
Auto lernt vom Fahrer
von Arne am 06.10.2009 um 00:48 Uhr
EU-Projekt „DRIVSCO“Vorausschauend Fahren ist sowohl aus sicherheitstechnischen als auch aus ökologischen Gründen im Straßenverkehr geboten. Das können Menschen aktuell noch sehr viel besser als Fahrerassistenzsysteme. Fahrerassistenzsysteme setzen, um den Fahrer während der Fahrt zu unterstützen, in der Regel auf eine Kombination aus mehreren Sensoren. Sie können allerdings nicht so viele Informationen wie der Fahrer selbst in die Bewertung der Situation einfließen lassen und dementsprechend nicht so vorausschauend fahren. Der Fahrer weiß, wie eilig er es hat, wohin er will und greift auf einen reichen Erfahrungsschatz vergangener Autofahrten zurück.
Das EU-Projekt DRIVSCO hat ein System entwickelt, um diesen Erfahrungsschatz und die Fähigkeit, vorausschauend zu fahren, Fahrerassistenzsystemen anzueignen. Das System soll dafür tagsüber vom Fahrer lernen und das Gelernte nachts anwenden können. Nachts nämlich sind Fahrerassistenzsysteme dem menschlichen Fahrer in einer Hinsicht überlegen: sie können Infrarotkameras nutzen und damit sehr viel weiter sehen, als der Mensch es nachts kann. Das multi-nationale Projekt DRIVSCO unter Leitung des Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience und der Universität Göttingen ist bereits abgeschlossen und hat die Ergebnisss in einen Prototypen gegossen, den Hella in ein Testfahrzeug eingebaut wurde.
Das Assistenzsystem lernt, indem es tagsüber in jeder Situation versucht, die Verkehrssituation anhand von Kameras zu erkennen und die dazugehörigen Fahrmanöver speichert. Die Verkehrssituation ergibt sich zum Beispiel aus der Straßensituation, dem Radius der folgenden Kurve, Hindernissen und Autos in der Umgebung. Das dazugehörige Fahrmanöver ist die Lenkbewegung und die Beschleunigung oder das Abbremsen des Autos. So erhält das System eine Datenbasis, die das Verhalten des Fahrer repräsentiert und kann nun versuchen, dieses Verhalten nachzuahmen. Lernen (Lehren) durch Demonstration.
Nachts vergleicht das System die aktuelle Fahrweise des Fahrers mit der bei Tag aufgezeichneten Datenbasis, da das System die Fahrsituation auch nachts aufgrund der Infrarotbilder gut erkennen kann. Weicht die Fahrweise des Fahrers deutlich von der Fahrweise tagsüber ab, interpretiert das System, dass die Situation für den Fahrer nicht gut erkennbar oder falsch eingeschätzt ist und warnt den Fahrer.
Wie sich ein solches Fahrerassistenzsystem in der Praxis anfühlt, wäre interessant zu erfahren. Vielleicht wird ein solches System ja von Autofahrern eher akzeptiert, wenn sie wissen, dass die aktuellen Vorschläge nicht aufgrund von Verkehrsregeln und externen Vorgaben erzeugt werden, sondern quasi die eigenen Vorschläge sind, da sie auf der eigenen Datenbasis berühren.
Man wird sozusagen nachts von sich selbst assistiert. Eine schöne Vorstellung.
Autoversicherer dürften sich dabei auch die Hände reiben, da eine solche Datenbasis eine herrlich detaillierte Aussage über die Fahrweise des Fahrers zulässt und damit eine neue Berechnungsgrundlage für den personalisierten Versicherungstarif.
zu den Kommentaren
-
[Linkdump] 18. September 2009
von Arne am 18.09.2009 um 16:36 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage:
Golem: … und alle Hausarbeit ist von Robotern gemacht − iRobot-Chef Colin Angle über iRobot, Roomba und PackBot
ETH Life: Konkurrenz für Google Street View − Davide Scaramuzza erhält den Robotdalen Scientific Award 2009
jungeWelt: Hand aufs Roboterherz − Kinder-Sachbuch über Roboter
netzwelt: Google erklärt Street View − Trickfilm von Google erklärt Streetview
Kreiszeitung: Trifft ein Mensch eine Maschine − Norman Whites´ Skulptur „Helpless Robot“
-
[Linkdump] 24. August 2009
von Arne am 24.08.2009 um 23:03 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage:
Nerdcore: Lügende Roboter − Robotern haben die Fähigkeit zu lügen entwickelt
PresseEcho: Zu viele Neuwagen immer noch ohne Schutzengel − Über die Verbreitung von ESP
Golem: Bärenroboter unterstützt das Militär − Der Battlefield Extraction-Assist Robot (Bear)
Profil online: Der Robo sapiens für alle Lebenslagen − Asimo wird in Bielefeld trainiert
DTN: Einbruchalarm wegen Roboter − Roboter löst nachts Bewegungsmelder und damit Alarm aus
RNZ: Roboter und Arzt operieren Hand in Hand − OP-Roboter Intelligent Tool Drive, eine „Schlaue Bohrmaschine“
FastGames: Little Wheels − Niedliches Flash-Game für Robotiker auf der Suche nach kurzer Entspannung
-
[Linkdump] 11. August 2009
von Arne am 11.08.2009 um 11:03 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage:
BotJunkie: Dr. Ronald Arkin: Teaching Robots the Rules of War − Interview (engl.)
Telepolis: Die autonomen Kampfroboter kommen − Militärische Robotersysteme außerhalb aller internationaler Abkommen
ORF: Mechanische Ameisenstraße − Schwarm-Intelligenz nach Vorbild des Ameisenstaates
Welt: Roboter lässt Gelähmte wieder gehen − Der „Laufschrittmacher“ Lokomat
Wiener Zeitung: Mein Freund Roomba − Erste Begegnung mit dem Roomba 580
Welt: In Zukunft können Sie Ihr Auto getrost vergessen − Ein Plädoyer für den vollautomatisierten Verkehr
-
Carnegie Mellon feiert 25 Jahre Field Robotics
von Arne am 07.08.2009 um 17:16 Uhr
Die Carnegie Mellon University hat eine Reihe fantastischer Videos der Feierlichkeiten anlässlich „25 Jahre Field Robotics“ — 25 Jahre Robotik in der realen Außenwelt — zur Verfügung gestellt. Dabei sind wirklich tolle Vorträge, die auf der Website anzusehen sind. Die Videos sind jeweils etwa eine gute halbe Stunde lang und wiegen 150-200 MB. Die Videos sind:
Brian Wilcox: Perspectives on Space Robotics — Robotik in der Raumfahrt
John Reid: Agricultural Robotics: Creating A Revolution — Roboter in der Landwirtschaft
Dana Yoerger: Discovery & Exploration of Deep Sea Hydrothermal Vents using an Autonomous Robot — Probleme und Techniken für Roboternavigation in der Tiefsee
Marc Raibert: BigDog: The Rough-Terrain Robot — Entwicklung der berühmten vierbeinigen Laufmaschine BigDog
Hugh Durrant-Whyte: Sun, Surf, & Automation: A Decade of Field Robotics in Australia — Robotik in der endlosen Weite Australiens
David Lavery: Case Studies in Space Robotics Development — Geschichten und Visionen der Raumfahrt-Robotik
Robin Murphy: Being There — Anforderungen an Rettungs-Roboter
David Akin: The Intersection of Humans and Robots
Sebastian Thrun: Robotic Cars: Are we done yet? — Entwicklungen des autonomen Fahrens und was noch zu tun ist
Äußerst sehenswert! Meine Favoriten sind bislang die unterhaltsamen Vorträge von Lavery und Thrun.
Via Plastic Pals.
zu den Kommentaren
