Automotive und autonomes Fahren
-
Carnegie Mellon feiert 25 Jahre Field Robotics
von Arne am 07.08.2009 um 17:16 Uhr
Die Carnegie Mellon University hat eine Reihe fantastischer Videos der Feierlichkeiten anlässlich „25 Jahre Field Robotics“ — 25 Jahre Robotik in der realen Außenwelt — zur Verfügung gestellt. Dabei sind wirklich tolle Vorträge, die auf der Website anzusehen sind. Die Videos sind jeweils etwa eine gute halbe Stunde lang und wiegen 150-200 MB. Die Videos sind:
Brian Wilcox: Perspectives on Space Robotics — Robotik in der Raumfahrt
John Reid: Agricultural Robotics: Creating A Revolution — Roboter in der Landwirtschaft
Dana Yoerger: Discovery & Exploration of Deep Sea Hydrothermal Vents using an Autonomous Robot — Probleme und Techniken für Roboternavigation in der Tiefsee
Marc Raibert: BigDog: The Rough-Terrain Robot — Entwicklung der berühmten vierbeinigen Laufmaschine BigDog
Hugh Durrant-Whyte: Sun, Surf, & Automation: A Decade of Field Robotics in Australia — Robotik in der endlosen Weite Australiens
David Lavery: Case Studies in Space Robotics Development — Geschichten und Visionen der Raumfahrt-Robotik
Robin Murphy: Being There — Anforderungen an Rettungs-Roboter
David Akin: The Intersection of Humans and Robots
Sebastian Thrun: Robotic Cars: Are we done yet? — Entwicklungen des autonomen Fahrens und was noch zu tun ist
Äußerst sehenswert! Meine Favoriten sind bislang die unterhaltsamen Vorträge von Lavery und Thrun.
Via Plastic Pals.
zu den Kommentaren
-
[Linkdump] 31. Mai 2009
von Arne am 31.05.2009 um 23:16 Uhr
Robotische Links der letzten Tage.
TIMES: iRobot, where the Terminator is coming to life − Über iRobot und Militärroboter (englisch)
Focus: Versicherungsrabatt dank Fahrerassistenzsystemen − Versicherungsrabatt bei der Mercedes-Bank
FAZ: Der Melker mit den kalten Händen − Arbeit mit dem Melkroboter
NZZ: Avalon − Unbemanntes Segelboot der ETH Zürich
BaZ: Um Schiffe schneller zu machen − ETH Zürich testet Roboter-Fisch
Westfalen-Blatt: Lego-Roboter kann Eisbären retten − Jugend-Wettbewerb „Mit dem Roboter das Weltklima verbessern“
-
[Linkdump] 25. Mai 2009
von Arne am 25.05.2009 um 22:33 Uhr
Robotische Links der letzten Tage.
suite101: Roboter auf dem Vormarsch − Lesenswerter Beitrag zur Robotik allgemein
Computer&Automation: VDMA hält Rückgang um gut 20 % für möglich Fachverband Robotik + Automation zur Krise im Jahr 2009
Golem: Roboter helfen behinderten Kindern − Roboter bei der Therapie von zerebraler Kinderlähmung
derStandard: Fußballroboter können jetzt die Schwalbe machen − Stürzen lernen für den RoboCup
Golem: Dustbot - Roboter räumen auf − Kehr- und Müllroboter sorgen in Städten für Ordnung
ComputerZeitung: High Potentials haben noch Chancen in der Autobranche − Aktuelle Stellenentwicklung und Einstellungsstopps der Automotive-Branche
Süddeutsche: Butler-Roboter verspricht dem Menschen Rundumservice − Roboter-Butler „Dynamaid“
-
Weniger Unfälle durch Notbremsassistenten
von Arne am 10.05.2009 um 23:19 Uhr
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) will herausgefunden haben, dass Notbremsassistenten bis zu 20 Prozent aller Unfälle vermeiden können. Tritt der Fahrer durch die Warnung des Systems eine halbe Sekunde früher aufs Bremspedal als ohne Bremsassistent, reduziert sich die Unfallwahrscheinlichkeit bereits um ein gutes Drittel. [1]
Autofahrer treten im Gefahrenfall häufig zu zaghaft auf die Bremse. ABS springt dadurch häufig nicht an und die maximale Bremswirkung wird nicht erreicht. Ein Notbremsassistent kann an dem Bremsverhalten des Autofahrers erkennen, dass Gefahr besteht und automatisch die notwendige Vollbremsung einleiten − und das sehr viel schneller als ein menschlicher Fahrer dies könnte. Je nach Fahrer kann damit eine Verkürzung des Bremsweges um 15 bis 40 Prozent erreicht werden.
Für LKW, bei denen Auffahrunfälle besonders dramatische Folgen haben können, hat die EU übrigens in diesem Jahr beschlossen, dass die Ausrüstung mit den Bremsassistenten ab 2013 Pflicht wird. [2] Für PKW gibt es zwar zur Zeit noch keine entsprechenden Pläne, die Zahlen, die der DVR nennt, zeigen aber, dass diese Form der Fahrerassistenz im Interesse jeden Autofahrers liegen dürfte.
- 2
- Pressemitteilung dazu von Continental.
-
Bundesregierung denkt über unbemannte Flugsysteme nach
von Arne am 16.04.2009 um 20:46 Uhr
Die Grünen-Fraktion des Bundestags hat eine Anfrage zu unbemannten Flugsystemen an die Bundesregierung gestellt. Insbesondere, ob die Bundesregierung die Entwicklung „aktiv mitgestalten, begleiten oder fördern“ will.
Die Antwort ist, dass die Bundesregierung aufgrund des zunehmenden Einsatzes von unbemannten Luftsystemen durch Militär, Polizei und Privatleute eine Anpassung der Regeln zur Nutzung des Luftraums für notwendig hält. Eine zentrale Stelle, die sich darum kümmert gibt es zwar bislang nicht, nach Angaben der Bundesregierung werden allerdings bereits „seit mehr als 15 Jahren“ Untersuchungen zum ferngesteuerten und autonomen Fahren betrieben. Dafür werden jährlich drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mittlerweile würde auch die Forschung rund um unbemannte Flugobjekte vorangetrieben.
Genehmigt sind zur Zeit unbemannte Fahrzeugen allerdings nur „als Aufklärungs- und Entschärferoboter“.
Via heise.
zu den Kommentaren
-
Der 7er von BMW ist abermals führend in der Technik
von Arne am 05.04.2009 um 14:36 Uhr
Zum vierten Mal in Folge wurde der 7er von BMW von dem Marktforschungsinstituts iSupply als weltweit führend in der Technik ausgewiesen. Der 7er wird als Oberklassewagen des Herstellers, wie auch bei den anderen Marken üblich, als erster mit neuen Technologien ausgerüstet.
Neben allerhand Komfort verfügt der 7er auch über aktuelle Fahrerassistenz-Ausstattung. Dazu gehört Umfeldsensorik wie eine Wärmebildkamera zur Erkennung von Fußgängern bei Nacht, Verkehrsschild-Erkennung zum Ermitteln der aktuellen Geschwindigkeitsbegrenzung, Radar zur Erkennung anderer Verkehrsteilnehmer, sowie Kameras im toten Winkel und zur Hilfe beim Ein- und Ausparken.
Dazu gehören aber auch diverse Assistenzsysteme, wie die Spurwechselwarnung, die die Zielspur per Radar überwacht und durch Vibration und eine Warnleuchte warnt, wenn sich ein Fahrzeug im toten Winkel befindet oder schnell heranrauscht. Ein ähnliches System warnt beim versehentlichen Verlassen der Spur, wenn der Fahrer nicht durch das Setzen des Blinkers mitteilt, dass der Spurwechsel gewollt ist. Dazu kommt ACC [1] als sehr komfortabel bei Stau und im Stadtverkehr.
Außerdem adaptives Kurvenlicht und Leuchtweitenregelung sowie ein sexy Head-up-Display. [2]
BMW dominiert übrigens mit dem 5er (zweiter Platz) und 6er (dritter Platz) das Technologie-Ranking deutlich.
Quelle: heise online. Mehr zum BMW 7er gibt´s hier.
- 1
- Adaptive Cruise Control, automatisches Halten des Sicherheitsabstands zum vorigen Fahrzeug bei Wahl der Wunschgeschwindigkeit. ACC
- 2
- Head-up-Display, Halbtransparente Einblendung von Informationen direkt auf die Windschutzscheibe in das Sichtfeld des Fahrers. Head-Up-Display
-
SICK LMS-100
von Arne am 04.03.2009 um 22:32 Uhr
Foto: SICKDer deutsche Sensorik-Hersteller SICK hat Anfang des Jahres seinen neuen Laserscanner LMS-100 vorgestellt. Wie gewohnt in Kaffeemaschinen-Optik, aber kleiner und kompakter als vorige Modelle. Der LMS-100 tritt preislich und durch seinen Anwendungs-Fokus in das low-budget-Segment ein, das bisher weitestgehend der japanischen Firma Hokuyo mit ihrem URG-04LX und UTM-30LX überlassen war.
Der SICK LMS-100 ist vom Fokus auf Robotik-Anwendungen zugeschnitten. Er kostet ca. 5000 US-Dollar, hat eine Abtastfrequenz von 50 Hertz und eine Auflösung von 0.25° bei einem Öffnungswinkel von 270°. Die Reichtweite beträgt ca. 18 Meter, als Fehler sind bei dieser Reichweite 20 mm angegeben. Die Leistungsaufnahme ist ca. 12 Watt.
Der LMS-100 wiegt knapp über 1 Kilogramm und ist 10.6 x 10.2 x 15.2 cm groß.
Mehr technische Details zum LMS-100 gibt´s hier.
Via hizook.
zu den Kommentaren
-
Velodyne zeigt LIDAR HDL-64
von Arne am 06.01.2009 um 00:02 Uhr
Das eigentlich aus der Audiotechnik bekannte Unternehmen Velodyne stellte im Dezember sein High-Definition-LIDAR [1] HDL-64 vor. Anders als Hokuyo, Leuze oder der Marktführer SICK verfügt der LIDAR aber nicht über einen Laser, sondern gleich über 64 Laser.
Das Gerät ist mit 75.000 US-Dollar dementsprechend viel teurer als die Konkurrenz, kann dafür aber auf 360 ° (horizontal) und in einem Öffnungswinkel von 26,8 ° (vertikal) bis zu 1,3 Mio Datenpunkte pro Sekunde erfassen. (Zum Vergleich: Der SICK Laser Rangefinder [2] schafft über 180° gerade einmal 6.000 Datenpunkte).
Die 64 Laser sind dazu in einem Öffnungswinkel von 26,8 ° angeordnet und ermöglichen jeweils 4000 Messungen pro Umdrehung des Scanners. Der Scanner dreht sich dabei bis zu 50 Mal in der Sekunde um die Vertikalachse und erzeugt so die genannte Auflösung.
In einem Video erklärt ein Velodyne-Mitarbeiter Aufbau und Funktionsweise und zeigt Aufnahmen mit dem HDL-64:

(Video via HIZOOK)
- 2
- SICK auseinandergenommen von HIZOOK