Autonome Robotik
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[Linkdump] 30. Oktober 2009
von Arne am 30.10.2009 um 16:40 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage: Pflegeroboter, das Bewusstsein von Siliziumchips, ein voller Einkaufskorb und viel Augmented Reality.
Vom mechanischen Löwen zum Roboter
(SF Tagesschau, Video, 26. Oktober 2009)
„Wer die Geschichte der Maschinen von Leonardo Da Vincis mechanischem Löwen bis zu den heutigen High-Tech-Robotern erleben will, reist dieser Tage nach Lugano.“ Video zur Ausstellung Mensch und Maschine.Noch langer Weg zum perfekten Pflegeroboter
(futurezone@ORF, 29. Oktober 2009)
Mit dem Sehen haben die Wissenschafter schon ihre liebe Not. Erhält eine Maschine etwa den Auftrag, den Inhalt eines Einkaufskorbes in der Küche zu verstauen, so funktioniert es mit einigen wenigen Gegenständen, so Vincze. Ein voller Korb überfordert dagegen Seh- und Aufnahmevermögen des Roboters.Künstliche Intelligenz – Chauvi gegen Chip
(Spiegel Online, Ulrich Walter, 29. Oktober 2009)
„Würden Sie einem extrem intelligenten Computer oder gar Leben auf Basis von Siliziumchips mehr oder weniger Bewusstsein zugestehen als belebten Wesen wie Schlangen, Fledermäuse oder Schimpansen?“ Die Antworten waren eindeutig: 68 Prozent hielten Schlangen, 85 Prozent Fledermäuse und gar 97 Prozent Schimpansen für bewusst. Die Mehrheit hingegen wollte weder einem superintelligenten Computer noch einem dem Menschen identisches Gehirnprogramm, kopiert auf einen Chip, Bewusstsein zubilligen.Augmented Reality – Produktivität in neuer Dimension?
(imgriff.com, Thomas Mauch, 28. Oktober 2009)
„Augmented Reality wird das Buzzword des Winters werden. iPhone und Konsorten sind die eigentlichen Treiber dieser Welle. Was aber bedeutet diese «verbesserte Realität» für unsere tägliche Arbeit? Birgt sie ungeahntes Produktivitätspotenzial?“ Zusammenstellung einiger aktueller Augmented-Reality-Anwendungen.iRobot baut Roboter für das Gesundheitswesen
(Golem, Werner Pluta, 30. Oktober 2009)
„Robots are not smart enought to make life or death decisions.“ Interview mit iRobot-Chef Colin Angle anlässlichd er Ankündigung von iRobot, Roboter für das Gesundheitswesen zu bauen.
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Roboter: Ropid
von Arne am 30.10.2009 um 16:40 Uhr
ROPIDROPID ist ein noch junger, humanoider Roboter, der in diesem Monat von Tomotaka Takahashi von der Kyoto University vorgestellt wurde. Ropid ist 38 Zentimeter hoch und sein Gewand aus Karbonfaser und Plastik gefertigt.
Seine Fähigkeiten übersteigen die Fähigkeiten anderer Humanoider seiner Klasse nicht erheblich, im Wesentlichen bietet er die typischen Bewegungsabläufe. Er kann zwar 8 Zentimeter hoch hüpfen, die Behauptung des Bauers, er könne laufen/rennen, kann das Video jedoch nicht bestätigen. Selbst bei der hektischen Bewegung, die zu sehen ist, fehlt das wesentliche Element von Laufen/Rennen: Dass nämlich für eine zumindest kurze Zeitspanne beide Füße den Kontakt zum Boden verlieren. Im Video ist das nicht zu sehen:
Demonstration von RopidAuch wenn die Bewegungsfähigkeit an die Fähigkeiten der Konkurrenz erinnern, hebt sich Ropid etwas ab. So ist er etwas schneller als seine Kollegen, einen weiteren, großen Teil macht aber sicher sein Gesicht aus, mit den leuchtenden Augen und der niedlichen Schnute. Die Art und Weise, wie er Sprachkommandos mit einem Aufleuchten der Augen, Nicken und einer Antwort quittiert, ist ganz vorzüglich. Ich mag besonders, wie er nach Ausführung eines Kommandos wieder seinen Befehlsgeber ansieht, um die nächste Aufgabe entgegenzunehmen.
Solche kleinen, kommunikativen Gesten des Roboters sind keine großen Schritte in technischer Hinsicht, sind aber Elemente, die in der Servicerobotik, also bei dem Kontakt zwischen Robotern und Menschen, bisweilen mehr bewirken, als technische Lösungen. Sie können die Akzeptanz eines Roboters enorm erhöhen. Da kann man auch die zwischenzeitliche Schwerhörigkeit von Ropid gut verzeihen, die einer offenbar noch nicht ganz ausgereiften Spracherkennung oder der Geräuschkulisse während der Vorführung geschuldet sein dürfte.
Insgesamt einer toller, kleiner Roboter, der viel Spaß beim Zusehen und sicher auch beim Arbeiten macht.
Via engadget German. Weitere Bilder bei Robot Watch.
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Zweibeiner PetMan von Boston Dynamics
von Arne am 27.10.2009 um 15:49 Uhr
Boston Dynamics hat bereits vor einiger Zeit mit BigDog beeindruckt, einem vierbeinigem Roboter, der sich beinahe furchterregend echt bewegt und vierbeinig durch die verschiedensten Gelände trabt.
Boston Dynamics stellt jetzt die nächste Laufmaschine vor: PetMan. Nicht minder realistisches Laufen und, da diesmal zweibeinig, dem Menschen ähnlicher und dadurch dem Uncanny Valley sehr nahe:
PetMan auf einem LaufbandPetMan läuft 3,2 Meilen pro Stunde (etwa 5,1 Stundenkilometer). Er ist damit nicht der schnellste unter den Zweibeinern (er wird in dieser Disziplin noch von Asimo geschlagen), sein Gang ist jedoch trotzdem bemerkenswert. PetMan rollt wie der Mensch über Ferse und Fußballen ab und hat eine sehr dynamische Gangart. Wie BigDog bringt ihn auch ein Schubser nicht aus dem Gleichgewicht, er fängt sich selbstständig durch einen entsprechenden Ausfallschritt ab und läuft weiter.
Wie BigDog hat auch PetMan einen Einsatz im Militär vor sich. Anders jedoch als BigDog ist PetMan nicht als Gefährte für Soldaten gedacht, sondern soll Schutzkleidung für Soldaten testen. So soll er Schutzkleidung gegen chemische Kampfstoffe und Gifte testen. Wie realistisch er dabei die menschliche Beanspruchung der Kleidung simulieren kann, lässt sich im Video sehen. Gerade die Seitenansicht irritiert, da sich die scheinbare Lebendigkeit nicht leicht einer Maschine zuordnen lässt.
13 Monate hat Boston Dynamics an PetMan entwickelt, weitere 17 Monate folgten für Konstruktion, Inbetriebnahme und Tests. PetMan soll für seinen späteren, geplanten Einsatz natürlich noch einen Oberkörper bekommen, um den kompletten Anzug testen zu können. Damit soll er dann auch all die anderen Bewegungen machen können, die Soldaten machen: Bücken, Krabbeln, Robben, … auch Schwitzen soll PetMan können.
In dieser Anwendung, Kleidung möglichst der gleichen Belastung auszusetzen, wie sie Soldaten verursachen, ist auch die beunruhigend menschenähnliche Bewegung des Roboters begründet. Zweck ist hier eben nicht nur – wie etwa beim Asimo – das zweibeinige Laufen, sondern explizit zweibeiniges menschenähnliches Laufen. Und das ist ihnen gelungen!
Via Planet Robotics.
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[Linkdump] 22. Oktober 2009
von Arne am 22.10.2009 um 16:57 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage:
Bis Roberta endlich blinkt
(Frankfurter Rundschau, Julia Artner und Meital Lior, 21. Oktober 2009)
„Wie kann ich programmieren, dass Roberta einen Stift halten kann und beim Fahren malt?“ Mädchen in der Kinderwerkstatt des Museums für Kommunikation sollen sich für Dinge begeistern, die sonst eher Jungen mögen: Technik und Informatik. Sie arbeiten dazu mit dem Lego-Roboter Roberta.Japan: Robot Nation
(current_, Video, englisch)
25-minütiges Video (englisch) über Roboter im Kontext des demografischen Wandels der japanischen Gesellschaft. Roboter könnten eines Tages in Japan helfen, das Fehlen von Nachwuchs und Immigranten auszugleichen.Schwimmende Korkenzieher
(Deutschlandradio, Radiobeitrag)
Winzige, korkenzieherförmige Metallstrukturen schrauben sich wie Bakterien vorwärts. Radiobeitrag zu nanometer-großen Robotern der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich.Roboter sind riskante Hausfreunde
(Heise c't, Hans-Arthur Marsiske, 17. Oktober 2009)
Eine Studie der University of Washington zu vernachlässigten Sicherheits- und Datenschutzfragen bei aktuellen Robotern. Beispielhaft wurden die via Internet steuerbaren Roboter Rovio, Spykee RoboSapien V2 untersucht. (englische Originalstudie, PDF, 500 kB)Bewaffnete Kampfmaschinen
(Heise c't, Hans-Arthur Marsiske, 5. Ausgabe 2009)
„Langfristig wird am Ziel Autonomie festgehalten. Doch der Schutz der Soldaten hat Priorität.“ Vertreter der Bundeswehr sprechen beim Forum „Unmanned Vehicles“ über die Bewaffnung von ferngelenkten Plattformen.Roboter simuliert Schweinegrippe-Symptome
(FAZ.net, Video)
Japan zeigt auf der Sicherheitsmesse einen humanoiden Roboter, der die Symptome des H1N1-Virus beim Menschen simuliert und damit zur Ausbildung von Helfern im Ernstfall beitragen soll.
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Roboter-Rikscha-Tandem-Dingens
von Arne am 18.10.2009 um 20:03 Uhr
Die wohl coolste Art, sich fortzubewegen: Ein Tandem, auf dessen hinterem Sattel ein humanoider Roboter sitzt, der einem das mühsame Treten abnimmt. Gerade bei YouTube gefunden:
Roboter-TandemWenn man jetzt dem Roboter noch Gyroskope zur Lageregelung einbaut, so dass das Fahrrad nicht mehr umfällt und man selbst an der Ampel nicht mehr den Fuß auf den Boden setzen muss (wie das aussehen kann, sieht man hier am Anfang und Ende des Videos), ist das echt das lässigste Gefährt der Welt.
Das Fahrrad will ich auch haben. Supercool!
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[Linkdump] 13. Oktober 2009
von Arne am 12.10.2009 um 17:58 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage:
Deutsches Ärzteblatt: Roboter behandelt Herzrhythmusstörungen − Die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg behandelt seit Kurzem Herzrhythmusstörungen mit einem robotergestützten System
FH Köln: Gefühlvolle Roboter zielen am Markt vorbei − Studie der Fachhochschule Köln
ATZ online: Überholassistent Proreta − Continental und TU Darmstadt zeigen Prototyp eines kamera- und radar-basierten Überholassistenten
ZDF heute: Panda-Roboter und Madonna-Automaten − Labor in Taiwan arbeitet am Nachbau von Tieren und Prominenten
CHIP: Roboter sind ein Sicherheits-Risiko − Studie warnt vor unsicher programmierten Robotern
derWesten: Roboter tastet sich durch Plantage − Autonome Hebe- und Arbeitsbühne für die Apfelpflücker
VDI nachrichten: Fliegende Augen, hüpfende Nasen, krabbelnde Ohren − Über Militärrobotik: Insektenähnliche Roboter und Visionen der Militärs
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Roboter: ASIMO, RIBA und OmniZero.9
von Arne am 29.09.2009 um 22:30 Uhr
Hier nochmal ein Schwung Roboter. Diesmal mit ASIMO eine wahre Größe der Robotik, sowie mit RIBA und OmniZero.9 zwei jüngere Modelle.
ASIMO
Hondas ASIMOASIMO („Advanced Step in Innovative Mobility“) ist ein humanoider Roboter, der vor mittlerweile fast einem Jahrzehnt von Honda vorgestellt wurde und heute nach wie vor die am weitesten entwickelte Technik zur zweibeinigen Fortbewegung besitzt. Weltweit gibt es mittlerweile ca. 30 ASIMOs. Die einzigen in Deutschland tun im CoR-Lab der Universität Bielefeld ihren Dienst.
Das aktuelle ASIMO-Modell kann 2,7 Stundenkilometer schnell gehen und sogar rennen. Dabei ist ASIMO dann 6 km/h schnell und hat wie der Mensch beim Laufen eine kurze Phase (80 Millisekunden), in der beide Füße keinen Bodenkontakt haben. Er kann im Kreis laufen, Treppen steigen und allerhand mehr.
Aufgrund der Bewegungs-Fähigkeiten des ASIMO und seiner äußerlichen Ähnlichkeit zum Menschen wird er besonders gerne zur Forschung in der Servicerobotik, also der Robotik mit Menschkontakt, eingesetzt. Dabei sind in den letzten Jahren viele, spannende Experimente herausgekommen. Gedanken lesen (hierbei funktioniert ASIMO allerdings nur als beeindruckende Demo und hat mit dem eigentlichen Vorgang wenig zu tun) oder wie im folgenden Video das Verstehen und Lernen neuer Gegenstände:
ASIMO lernt neue Gegenstände (BBC)Im folgenden Video wird das beeindruckende Laufen von ASIMO genutzt, um zu zeigen, wie der Roboter nicht nur statischen Hindernissen ausweichen kann, sondern auch auf sich bewegende Hindernisse reagiert und seinen Weg trotzdem sicher geht:
ASIMO umgeht bewegte HindernisseRIBA
RIBARIBA ist ein überdimensionierter weißer Teddybär, der in der Altenpflege eingesetzt werden soll. Er wurde in Japan entwickelt und soll vor allem beim Transport von Alten und Kranken im Krankenhaus helfen können.
Es bleibt abzusehen, wie lange es noch braucht, bis ältere Menschen sich ohne Angst in die Arme eines Roboterriesen begeben wollen. Die Japaner sind im Bezug auf Roboter ja etwas weniger scheu als der Rest der Welt, aber auch dort läuft es wahrscheinlich – gerade bei älteren Menschen – nicht ganz ohne Widerstand.
Wie man sich diesen Transport vorstellt ist im folgenden Video zu sehen. Nicht zu sehen ist, wie der Roboter alleine einen Menschen aus dem Bett heben kann. Er ist wahrscheinlich (vorerst?) nur als kräftige Tragehilfe gedacht.
RIBA transportiert pflegebedürftige PersonenOmniZero.9
Der OmniZero.9 wurde letzte Woche auf der ROBO-ONE humanoid robot competition vorgestellt. Es handelt sich um einen humanoiden Roboter des Bastlers Takeshi Maeda und er ist der Nachfahre des Modells OmniZero.4. Der Roboter kann nicht nur auf seinen zwei Beinen durch die Gegend marschieren, sondern zeigt auch seine Transformation in ein Gefährt.
OmniZero.9 transformiert sich und trägt seinen SchafferWie im Video zum Ende zu sehen ist, transformiert sich OmniZero.9 anders als viele andere Transformer-Bots nicht nur der Optik halber und ist sonst ein instabiles Wesen. Der OmniZero.9 muss über viel Stabilität und erstaunliche Servo-Motoren in seinen Gelenken verfügen, wenn er mit seinem Erbauer auf dem Rücken (auf der Brust? auf dem Kopf?) weiter bewegungsfäig bleibt.
Der OmniZero.9 scheint damit ein aussichtsreicher Kandidat für den eigenen coolen Roboter-Freund zu sein, der einem – fahrend oder gehend – nicht von der Seite weicht und einen im Notfall sogar trägt.
Via Planet Robotics, BotJunkie und Plastic Pals.
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[Linkdump] 18. September 2009
von Arne am 18.09.2009 um 16:36 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage:
Golem: … und alle Hausarbeit ist von Robotern gemacht − iRobot-Chef Colin Angle über iRobot, Roomba und PackBot
ETH Life: Konkurrenz für Google Street View − Davide Scaramuzza erhält den Robotdalen Scientific Award 2009
jungeWelt: Hand aufs Roboterherz − Kinder-Sachbuch über Roboter
netzwelt: Google erklärt Street View − Trickfilm von Google erklärt Streetview
Kreiszeitung: Trifft ein Mensch eine Maschine − Norman Whites´ Skulptur „Helpless Robot“
